Die Ausbildung zum Verkäufer dauert zwei Jahre, im Anschluss besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Einzelhandelskaufmann in einem weiteren Ausbildungsjahr. Die Ausbildung zum Verkäufer befähigt zur Berufstätigkeit in unterschiedlichen Geschäftszweigen, das für die Arbeit in einem konkreten Geschäft erforderliche Fachwissen erwerben Verkäufer im Einzelhandel zumeist während der ersten Arbeitstage nach einem Arbeitsplatzwechsel, wobei der neue Arbeitgeber für die Vermittlung der nötigen Spezialkenntnisse verantwortlich zeichnet.
Neben der Tätigkeit in einem stationären Geschäft können Verkäufer auch in der telefonischen Kundenakquise eingesetzt werden. Einige Geschäfte bezeichnen ihre Verkäufer als Kundenberater, damit drücken sie das Selbstverständnis eines am Service orientierten Ladens aus. Der englische Begriff Shop Assistant ist in Deutschland weitgehend dem Handel im technischen Bereich vorbehalten. Auffällig ist, dass Verbrauchermärkte oft nicht konsequent zwischen den Aufgaben einer Verkäuferin und eines Lagermitarbeiters unterscheidet. Sie setzen bei Bedarf Verkäufer im Lager ein und lassen Lagermitarbeiter bei großem Kundenandrang auch in der Kundenberatung tätig werden. Konsequenterweise bezeichnen sie sowohl Verkäufer als auch Lagerarbeiter als Marktmitarbeiter.
