Der Hotelfachmann lernt während seiner Ausbildung alle in einem Hotel anfallenden Arbeiten kennen. Somit umfasst sein möglicher Arbeitsbereich sowohl das Hotelrestaurant, die Hotelbar, die Rezeption, die Verwaltung des Hotels und den Einsatz der Mitarbeiter im Bereich des Housekeepings.
Die Ausbildung zum Hotelfachmann oder zur Hotelfachfrau dauert drei Jahre und erfolgt in einem Hotel oder einer Pension sowie begleitend in der Berufsschule. Wenn das Hotel über kein eigenes Hotelrestaurant verfügt, wird dieser Teil der Ausbildung in einem kooperierenden Restaurant durchgeführt. Voraussetzungen für die Ausbildung zum Hotelfachmann sind Teamfähigkeit und psychische Belastbarkeit ebenso wie die Bereitschaft zum Schichtdienst und ausreichende körperliche Fitness. Einige Häuser vertreten die Philosophie, dass angehende Hotelfachleute während ihrer Ausbildung alle in einem Hotel anfallenden Arbeiten ausüben sollen und setzen ihre Auszubildenden kurzzeitig auch als Zimmermädchen beziehungsweise Zimmerpfleger sowie als Portier und Gepäckträger ein, auch wenn diese Aufgaben nach der Abschlussprüfung nicht mehr zum Tätigkeitsprofil eines Hotelfachmannes zählen.
Hotelfachkräfte finden ihre Arbeitsplätze häufig im mittleren Management eines großen Hotels, bei kleinere Häusern können sie auch als Hotelleiter eingesetzt werden. Da Hotelfachleute auch für die Leitung eines Restaurants ausgebildet wurden, können sie auch die Aufgaben einer Restaurantfachkraft übernehmen. Einige wenige Hotelfachmänner arbeiten auch als Stewards auf Kreuzfahrtschiffen. In sehr großen Hotels werden Hotelfachleute nach ihrer Ausbildung oft zunächst an der Rezeption oder als Nachtportier oder auch in der Hotelbar als Barkeeper eingesetzt und übernehmen leitende Aufgaben erst nach einiger Zeit der Bewährung im direkten Kundenkontakt. Die Tätigkeit als Rezeptionist beinhaltet auch die Entgegennahme von Telefongesprächen sowie die Begrüßung und Verabschiedung der Gäste. Hotels mittlerer Größe bezeichnen ihren Nachtportier häufig als Nachtleiter, da dieser als einziger während der Nacht anwesender Mitarbeiter Entscheidungen treffen kann.
Für die spätere Führung eines eigenen Hotels oder einer eigenen Pension ist die Ausbildung zur Hotelfachkraft keine zwingende Voraussetzung, sie erhöht aber die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Platzierung des Hauses auf dem Markt deutlich.

