Die übliche Ausbildung zur Kinderkrankenschwester erfolgt als Vollzeitausbildung und dauert drei Jahre. Einige Kliniken bieten eine maximal fünf Jahre umfassende Teilzeitausbildung an. Eine der Besonderheit der Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin besteht darin, dass der theoretische Unterricht in großen Kliniken vor Ort und nicht in einer gesonderten Berufsschule stattfindet. Viele Ausbildungskrankenhäuser bieten die Möglichkeit, gleichzeitig eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zu absolvieren, so dass anschließend der Einsatz als Krankenschwester in allen Abteilungen einer Klinik möglich ist. Eine weitere Kombinationsmöglichkeit besteht in der zusätzlichen Ausbildung zum Altenpfleger oder zur Altenpflegerin.
Ihren Arbeitsplatz finden Kinderkrankenpfleger überwiegend im Krankenhaus, wo sie auf der Säuglingsstation oder der Kinderstation eingesetzt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die häusliche Krankenpflege sowie Kinderheime und Kinderkurkliniken. Eine Tätigkeit als Arzthelferin in der Praxis eines Kinderarztes ist ebenfalls möglich. In der Klinik ist die Kinderkrankenschwester die wichtigste Ansprechperson für ihre jungen Patienten. Sie gibt nach ärztlicher Anweisung Medizin aus, misst Fieber, setzt die meisten Spritzen und führt weitere Pflegetätigkeiten durch. Auf einer Kinderstation ist das Pflegepersonal zusätzlich als Trostspender gefragt. Eine zentrale Aufgabe jeder Kinderkrankenschwester besteht im rechtzeitigen Erkennen ernster Bedrohen und der dann umgehenden Information eines Arztes.
Unterstützung erhält die Kinderkrankenschwester durch Kinderpflegehelferinnen und Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst. Die genannten Kollegen übernehmen einfache Tätigkeiten wie das Verteilen des Essens. Die wichtigste Aufstiegsmöglichkeit einer Kinderkrankenpflegerin ist die Fortbildung zur oft als Oberschwester oder Stationsschwester bezeichneten Leiterin der Pflegestation einer Kinderabteilung oder Kinderklinik.

